10 Gründe, warum die Grünen Bastarde sind…
Moin,
die Grünen haben kürzlich versucht, 10 Gründe zu liefern, wieso PIRATEN-Anhänger grün wählen sollten. Da dachte ich, schreib ich mal was zu…
1. Die Piraten werden nicht in den Bundestag einziehen. Egal ob sie 1, 2 oder 3 Prozent holen, die Stimme ist verschenkt.
Das weiss auch Peter…
2. Alle wichtigen Forderungen der Piraten stehen im Programm der GRÜNEN. Sie werden von uns im Bundestag vertreten!
Sie stehen im Programm – ja. Sie werden im Bundestag vertreten – nein. Das zeigt das altbekannte Abstimmungsverhalten der Grünen zum ZugErschwG.
3. Die GRÜNEN haben zu allen Politikthemen Konzepte. Bei den Piraten aber findet sich zur sozialen Gerechtigkeit kein Wort!
Und den PIRATEN-Anhänger ist das egal. Sonst wären sie keine PIRATEN-Anhänger. Das ist also vielleicht ein Grund, wieso Grünen-Anhänger grün wählen sollten, aber über Piraten sagt das nichts.
Und habt ihr euch eigentlich mal überlegt, was das bedeutet für das Thema, dass mitlerweile bald 10.000 Menschen die PIRATEN-Themen wichtiger als alles andere finden?
4. DIE GRÜNEN haben als einzig relevante Partei Netzpolitik und Neue Medien immer wieder auf die politische Agenda gesetzt.
Siehe auch 2.? “Relevant” ist übrigens eine ziemlich dreiste Beleidigung. Wenn die PIRATEN so irrelevant sind, wieso prostituieren sich die Grünen und auch die SPD und die FDP dann gerade so für die PIRATEN-Stimmen?
5. Die Piraten haben Probleme mit der Abgrenzung zum rechten Rand.
Erläuterung: Das belegen zwei Interviews (und die Reaktion auf Kritik daran) des Bundesvorstands der Piratenpartei mit der rechten Zeitung Junge Freiheit.
Die Grünen können nicht lesen. Das belegt die Behauptung, dass die Interviews irgendetwas derartiges belegen würden. Andreas Popp distanziert sich sehr explizit und deutlich von allem rechten (“Mit wem würden Sie koalieren?” – “Nicht mit rechten Parteien” – halloooho?). Und auch in seiner Stellungsnahme und der von Jens Seipenbusch wird deutlich, dass wir keineswegs in irgendeiner Weise rechts sind.
6. Die Piraten hatten in Thüringen zur Wahl der GRÜNEN aufgerufen.
Dazu fehlt zunächst der Nachweis. Was dort verlinkt wird, ist der Nachweis eine lokalen Kooperation in Thüringen, die explizit auf Bundespolitik keinen Einfluss haben soll.
7. Der Pirat Christian Engström ist im Europäischen Parlament der Fraktionsgruppe der GRÜNEN beigetreten.
In der Tat, das tat er. Nachdem in seinem Heimatland gut 7% der Wähler den Unterschied zwischen “Piratpartiet” und “Milijöpartiet de Gröna” als groß genug empfanden, um den Piraten die Stimme zu geben.
8. Die GRÜNEN setzen sich in Deutschland seit Jahren gegen Überwachungswahn, Online-Durchsuchungen, Rasterfahnung ein.
Siehe 2. und 4.?
9. Wir erarbeiten schon heute offen und transparent unsere Programme.
Wir auch. Und unsere Wahlwerbespots. Und unsere Plakate. Und soweiso eigentlich alles…
10. Jede Stimme für die Piraten stärkt Schäuble/Zensursula! Darum gilt: Nachdenken! Und Zweitstimme GRÜN!
Falsch, jede Stimme für die Grünen stärkt den etablierten Einheitsbrei. Jede Stimme für die PIRATEN setzt ein deutliches Zeichen gegen den etablierten Brei und vor allem gegen Schäuble und Zensursula.
Man darf nicht vergessen, dass in der medialen und politischen Aussenwirkung die Umstände, unter denen eine Stimme gegeben wurde, keine Rolle spielen. Wer seine Stimme den GRÜNEN gibt, der gibt sie damit – in der Aussenwirkung – nicht der Netzpolitik, sondern der Umweltpolitik. Wer seine Stimme den PIRATEN gibt, der zeigt, dass ihm die Piraten-Themen wichtiger als alles andere ist und sendet damit ein deutliches Signal an die Etablierten. Siehe dazu auch 1.
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