Absurd

Posted in Privat on October 30th, 2009 by Merovius

Wer mein Andenken ehrt, wird auf meinem Grab tanzen, mich exhumieren, sich an meiner Leiche vergehen und mein Blut trinken.

Wer jedoch auf mein Begräbnis kommt, der möge ewig in der Hölle schmoren.

Diese Welt ist so paradox, dass nur die vollkommene Absurdität ihrer gerecht wird.

Was passiert, wenn…

Posted in Studium on October 26th, 2009 by Merovius

Moin,

was passiert, wenn man die geschweiften Klammern im ersten Semester sowohl für Mengen, als auch für Tupel verwendet? Wenn also {1,2} sowohl heissen kann “Die Menge, die die Zahlen 1 und 2 enthält”, als auch “das geordnete Paar (1,2)”? Und man die Studenten dann eine bijektive Abbildung

f: \mathbb{N} \to \mathbb{N} \times \mathbb{N}

angeben lässt? Klar, dann kommt sowas raus:

1 \mapsto \{1,1 \} \\<br />
2 \mapsto \{1,2 \} \\<br />
3 \mapsto \{2,2 \} \\<br />
4 \mapsto \{1,3 \} \\<br />
5 \mapsto \{2,3 \} \\<br />
6 \mapsto \{3,3 \} \\<br />
7 \mapsto \{1,4 \} \\<br />
...

weil die Erstis natürlich denken “bei Mengen ist die Reihenfolge ja egal, es ist also natürlich {1,2} = {2,1}, also ist die surjektiv”.

Und als armer Übungsgruppenleiter hat man dann natürlich keine Wahl, als auf sowas 0 Punkte zu geben. Ob da nun 25/27 Erstis so machen, oder nicht. Ich könnte mich echt aufregen…

Gruß,

ich

Da ist was Faul im Staate Deutschland…

Posted in Politik on October 25th, 2009 by Merovius

Moin,

mal wieder stoße ich mich an unkonventionellen Artikelpassagen. Dieses mal ist es diese erfreuliche Aussage:

Im Wahlkampf 2004 – damals trat er für „Bündnis für Deutschland“ an – war der 33-Jährige wegen des Verdachts der Vergewaltigung in Untersuchungshaft genommen worden. Nach mehrtägiger Verhandlung hatte das Bonner Landgericht den Angeklagten freigesprochen. Weil die damals 20 Jahre alte Zeugin laut psychologischem Gutachten unter posttraumatischen Belastungsstörungen und dem Borderline-Syndrom litt, waren Zweifel an ihrer Aussage entstanden – was zum Freispruch für Oster führte.

Die Psychiatrie hat in Deutschland echt zuviel Macht. Nicht nur ist es meines Wissens die einzige Institution mit der Möglichkeit, einen Menschen gegen seinen Willen quasi unbegrenzt wegzusperren, offenbar dürfen so genannte “psychisch kranke” heutzutage sogar vergewaltigt werden, wenn danach nur ein Psychologe oder Psychiater ein Gutachten aufsetzt, welche ihm oder ihr geistige Unzurechnungsfähigkeit bescheinigt. Insbesondere die Begründung der PTBS ist dabei natürlich unglaublich verblüffend…
Gruß,

ich

Gefährdungslage

Posted in Politik on October 6th, 2009 by Merovius

Moin,

da hat man mal ein paar coole Hobbies gefunden, die einem gefallen könnten – von Geocaching über Parcour bis Urban Games – da wird man vor solchen “gewarnt”.

Es scheint, derzeit ist die furchtbare Gefahr des internationalen Terrorismus so gigantisch, dass die Polizei so angespannt ist wegen all der Anschläge, dass man nu vor “konspirativem Verhalten” gewarnt wird. Teilweise kann ich das ja verstehen – irgendwelche Boxen an Flughäfen zurückzulassen ist bekanntlich nicht die beste Idee. Aber wenn Dinge wie “Journey to the end of the night” (im Wesentlichen nichts mehr als ein Stadtweites “Fangen”-Spiel für Erwachsene) nun bald als “konspiratives Verhalten” gewertet wird und man dann für eventuelle Polizeieinsätze gerade zu stehen hat – dann fange ich langsam an zu verzweifeln. Bitte, wir möchten den öffentlichen Raum für unsere intellektuellen Spiele verwenden. Es sind Aussagen wie diese, die uns Angst vor 1984 und ähnlichen Dystopien machen. Wartet doch bitte, bis eine terroristische Gefahr existiert – und nein, bisher ist das nicht der Fall, so sehr ihr das auch behauptet – bevor ihr anfangt, irgendwelche Notstandsvorschriften zu erlassen.

Also, solch eine Warnung wäre für mich eigentlich Grund genug, konspirativ zu geocachen. Oder mal ein Urban Game zu entwickeln, bei dem es nur um genau eines geht: Sich möglichst konspirativ an Bahnhöfen und öffentlichen Orten zu verabreden. Oder halt einmal wenigstens einen Flashmob – zwanzig Leute treffen sich am Flughafen und lassen kollektiv je einen Koffer stehen.

Gruß,

ich