Funny

Posted in Studium on May 30th, 2009 by Merovius

Moin,

da hier derzeit ja leider keine ordentliche Vorlesung über Spieltheorie angeboten wird, lese ich derzeit privat ein bisschen drüber. Dabei bin ich über dieses nette Spiel gestolpert. Die Schlussfolgerung ist ziemlich nett:

Once all of the students have sorted themselves out into groups of 1000, each group with next-door promise rankings and attending separate universities, the payoffs to the students will range from a low of 500 to a high of 99,500. The average payoff will be 50,000. What would happen if the students were deprived of their decision to apply to one school or another, and instead were assigned to universities at random? Each university would then have an average promise ranking of — average, that is, about 50,000. So that the average payoff to students would be 50,000. So all this struggle among the students hasn’t changed the average student payoff at all. It has just taken from those who have less (promise) and given to those who have more (promise), like Robin Hood in reverse. If that seems discouraging, look at it this way: it’s your decision. Harvard may be the best or Harvard may be the worst. It’s the students who decide. The faculty and the trustees don’t have any say at all. Just those high school seniors.

Zugegebenermaßen, das Modell ist schon ziemlich vereinfacht und diese interessante “Schluffolgerung” ist im Endeffekt doch im Ursprung eine der Modellannahmen gewesen (wer sorgfältig liest, dem fällt das schnell auf), aber es lässt sich rechtfertigen und alleine die Tatsache, dass ein Professor so etwas in seinem Kurs bringt macht die ganze Sache recht sympathisch.

Wollte das nur sharen. Für die Schnittmenge aus Leuten, die hier ab und an reinschauen und Leuten, die sich für Spieltheorie interessieren. Mächtigkeit dieser Schnittmenge dürfte so ungefähr 1 sein – großzügig geschätzt. ;)

PIRATEN Spot

Posted in Politik on May 28th, 2009 by Merovius

Grad theoretisch am Zettel rechnen, brauch grad ne theoretische Pause. Deswegen mal schnell den PIRATEN-Werbespot verbreiten ;)

Nachts ist es kälter wie draußen

Posted in Privat on May 27th, 2009 by Merovius

So ein scheiss… Wenn man schon nachts um drei Wäsche wäscht, sollte man wenigstens daran denken, seinen Schlüssel mitzunehmen… Bis kurz nach Fünf hab ich’s ausgehalten, vor der Tür zu stehen… Dann hab ich meinen Mitbewohner wachgeklingelt. Der war verständlicherweise gar nicht begeistert. So ein Scheiss. War ja eigentlich klar, dass ich so langsam mal wieder meinen Schlüssel liegen lasse (das letzte mal ist immerhin schon acht Monate her) und dass das dann morgens um fünf passiert gehört wohl einfach dazu…

Also natürlich heute Nacht nicht Zettel gerechnet, wie ich ursprünglich vorhatte, sondern stattdessen in der Kälte gestanden… ^^

Du bist Terrorist

Posted in Politik on May 21st, 2009 by Merovius

http://www.dubistterrorist.de/

Partnersuche

Posted in Privat on May 19th, 2009 by Merovius

Aus gegebenem Anlass. Ist dann doch ein wenig länger geworden, als ursprünglich geplant. Ich bezweifel, dass irgendwer sich den ganzen Text durchlesen will, aber ich wollte ihn einfach mal schreiben, weil mir das gerade am Herzen liegt. Also hier ein Einblick in meine Psyche…

Eines habe ich mitlerweile begriffen: Die meisten Menschen sehen in der Partnersuche das Sekretärinnenproblem (ich seh gerade, dass der Artikel das sogar “Heiratsproblem” bezeichnet. Egal, trotzdem meine Ausführungen):

Es gilt, unter n Bewerberinnen auf einen Sekretärinnen-Posten die Bestgeeignete auszuwählen. Diese treten der Reihe nach ein und man muss sich entscheiden, sie abzulehnen, oder einzustellen. Eine Ablehnung ist dabei endgültig (Interessanterweise spricht die Problemstellung nicht davon, ob eine Zustimmung endgültig ist – was irgendwie schon wieder treffend ist).

Die optimale Strategie besteht nun darin, ein r \in \mathbb{N} zu wählen, die ersten r Kanditatinnen zu beurteilen, wegzuschicken und aus den verbleibenden Kandidatinnen die erste auszuwählen, welche besser als alle aus den ersten r geeignet ist (auf die Partnersuche übertragen scheinen einige Menschen eher die Problemstellung so zu interpretieren, dass eine Zusage nicht endgültig ist. Die optimale Strategie ist dann, die Kanditatinnen der Reihe nach auszuwählen und sie zu “feuern”, wenn sie sich als ungeeignet heraus stellen). r sollte dabei optimalerweise als \frac{n}{e} gewählt werden, wobei e die Eulersche Zahl ist.

So weit so gut. Die Problematik liegt auf der Hand: n ist unbekannt. Vielmehr – und das ist das wahrhaft problematische, sonst könnte man ja n schlicht schätzen – hängt n ab, von der Wahl der Kandidatinnen. Wenn man nämlich erst einmal gewählt hat, hört man ja auf, sich umzuschauen (auch hier scheinen die Ansichten auseinander zu gehen, einige schauen sich nicht nur weiter um, sondern stellen auch Zweit- und Drittsekretärinnen an).

Auch ist die Frage nach einem funktionierenden Bewertungsmaßstab zu beantworten. Sobald einer gefunden ist, ist klar, dass er ein globales Maximum haben muss (denn es handelt sich bei dem Bewertungsmaßstab ja um eine Abbildung von der Menge der Kandidatinnen – die endlich ist – in die Menge der – sagen wir einmal – reellen Zahlen, die total geordnet ist).
Nur, woran erkennt man die Eignung einer Kandidatin – insbesondere bei der Partnerschaftswahl? Nur allzu viele schicken dutzende Kandidatinnen weg, weil sie die falsche Bewertungsfunktion benutzen und stellen ihren Irrtum erst zu spät fest.

Naja. Was soll das alles?

Nun, meine Beobachtung ist, dass für mich die Partnerwahl kein Sekretärinnen-Problem ist. Es ist ein viel simpleres Problem, welches deutlich bekannter ist, aber auch stärker modifiziert werden muss, um auf die Realität zuzutreffen: Das Gefangenen-Dilemma.

Zwei Menschen wurden verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, ein Verbrechen gemeinsam begangen zu haben. Jedem von ihnen wird nun in getrennten Räumen (ohne Möglichkeit der Kommunikation) folgendes Angebot gemacht: Sie können gegen den anderen aussagen, oder schweigen. Wenn sie schweigen, können sie nur aufgrund von Indizienbeweisen verurteilt werden und bekommen beide 1 Jahr. Wenn einer aussagt und der andere schweigt, wird derjenige, der aussagt freigelassen, während derjenige, der verpfiffen wurde für 7 Jahre ins Gefängnis kommt. Sagen allerdings beide aus liegen ja gegen beide Geständnisse vor und beide kommen für 4 Jahre ins Gefändnis.
Die Frage ist nun simpel: Was ist die optimale Strategie, reden oder schweigen?

Und das ist die Tragik meines Lebens: Die Problematik ist nicht, geeignete Kanditatinnen zu wählen. Da bin ich recht zielsicher. Das Problem ist: Geht man aufeinander zu? Oder hüllt man sich lieber in Schweigen?

Wer auf den anderen zugeht, läuft in Gefahr, einen Korb zu bekommen, und schlimm das Herz gebrochen zu bekommen. Wer vorsichtig ist, wird zwar nicht das Herz gebrochen bekommen, aber verpasst damit eventuell seine Chance auf einen tollen Partner. Wenn beide aufeinander zugehen, die Erlösung.

Was ist aber nun eigentlich die wirkliche Tragik daran, dass dieses Modell zuzutreffen scheint? Nun, wie bekannt sein dürfte, liegt das einzige Nash-Gleichgewicht bei dem Ereignis, dass keiner von beiden kooperiert. Nach den Ergebnissen von Nash ist also die einzig rationale Handlung, nicht zu kooperieren, denn nur dann kann verhindert werden, dass der Gegner durch seine Wahl das eigene Ergebnis verschlechtert. Und das ist doch irgendwo schon traurig…

Glücklicherwiese muss das Modell aber wie gesagt verändert werden. Zunächst handelt es sich nicht um das einfache Gefangenendilemma, sondern um das so genannte iterierte Gefangenendilemma. Dabei werden die Gefangenen wiederholt vor die Wahl gestellt, sodass die Möglichkeit besteht, aus dem Verhalten des Gegners zu lernen. Denn in der Praxis ist es ja nur selten eine “alles-oder-nichts”-Entscheidung, sondern sie setzt sich zusammen aus endlich vielen kleinen Schritte (der erste Blickkontakt, das erste Lächeln, der erste Kontakt…), auf die einzeln das Gefangenendilemma angewendet werden kann und man kann aus der Reaktion des Gegenübers darauf schließen, ob es weise ist, zu kooperieren, oder sich zurückzuziehen. Die Iterationen erkauft man sich allerdings auch mit einem zunehmend großen Einsatz.

Die nächste wichtige Änderung betrifft die Möglichkeit des Austausches. Das klassische Gefangenendilemma sieht vor, dass sich die beiden Gefangenen nicht unterhalten können. In der Praxis – vor allem unter Einbezug der Iteration – findet aber durchaus ein Austausch statt, besonders bei späteren Durchläufen. Man kann also den Gegenüber abtasten und versuchen, seine nächste Reaktion abzuschätzen, in einem lockeren Gespräch unter Freunden, oder indem man “die Wächter” befragt (selbstmitleidig könnte ich nun einwerfen, dass es aber leider so scheint, als würde ich mich in einem fremden Land befinden und weder die lokale Sprache noch Körpersprache beherrschen – aber lassen wir das).

Nun. Mein Fazit der ganzen Sache? Mir gefällt die Analogie zum Gefangenendilemma. Sie ist natürlich nicht perfekt, aber sie ist ein Beispiel, wie man die Spieltheorie auf den Alltag anwenden kann. Und sie zeigt eines ganz deutlich: Um das optimale Ergebnis für alle Spieler zu erreichen, braucht man i.A. “nur” perfekte Informationen. Wenn man genau wissen würde, was der andere denkt und wie der andere ist, dann würde man eher kooperieren. Wenn die Menschen anfangen würden, mal einfach offen zu sprechen, statt sich zu verstellen und ihr selbst zu verbergen, müsste man eben nicht auf Nash-Gleichgewichte spielen, sondern könnte auf das Optimum für alle Beteiligten hinarbeiten. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, fürchte ich…

Da hat einer…

Posted in Privat on May 18th, 2009 by Merovius

StudiVZ-Navigation mit Spieglein-Link

…den Zeilenumbruch nicht bedacht.

Spiegel spiegeln nun einmal nur in der Horizontalen, vertauschen aber keine Zeilen.

Natürlich sind auch die einzelnen Buchstaben nicht gespiegelt, mensch, wozu haben wir Unicode, wenn man’s nicht benutzt? (Zugegeben, das Script ist offenbar noch nicht ganz ausgereift, aber war ja auch nur ein kurzes gegoogle…)

Gruß,

ich

PS: Ich meine natürlich “ich hab nur kurz was in eine Suchmaschine eingegeben”, man will ja die Markenrechte des Imperiums nicht verletzen…

Die nächste Petition

Posted in Politik on May 17th, 2009 by Merovius

Moin,

Offenbar ist die Internet-Sperren-Petition zur Inspiration geworden. Die nächste Petition fordert, worauf wir schon alle seit langem gewartet haben:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen … das Verbot zur Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen (§ 95a UrhG) abzuschaffen.

Endlich soll die Kriminalisierung der Privatkopie aufgehoben werden und wieder die Möglichkeit hergestellt werden, seine Musik z.B. auf seinen MP3-Player zu befördern… Also, auch wenn ich bezeifel, dass dieses Anliegen durchkommt (ebenso wie bei der Anti-Zensur-Petition), es ist dennoch ein wichtiges Signal und sollte mitgezeichnet werden.

Gruß,

ich

Jetzt geht’s aber langsam zu weit…

Posted in Politik on May 14th, 2009 by Merovius

Ich glaub, mein Schwein pfeift… was man heute so bei gulli liest:

Die bereits gesetzlich beschlossene Einführung von Kinderporno-Sperrlisten in Deutschland hat bei vielen bereits die Angst aufkommen lassen, dass bald nicht nur Bilder von Vergewaltigungen hinter virtuellen Stoppschildern versteckt werden könnten. Auch Seiten der politischen Opposition könnten schnell Opfer von Zensurmaßnahmen werden. Dass es dafür nicht einmal das neue von-der-Leyen-Gesetz braucht, zeigt jetzt der Fall eines deutschen Bloggers. Ausgerechnet dessen Parodie einer Vorschaltseite des Ministeriums von Wolfgang Schäuble für gesperrte Seiten ließ das BMI nun aus dem Web entfernen. Read more »

Zufälle gibt’s…

Posted in Politik, Privat, Studium on May 12th, 2009 by Merovius

Hab gerade erfahren, dass es am 23. Mai einen bundesweiten Flashmob, organisiert von MOGIS (MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren), zum Thema “GrundGesetz lesen” geben soll. Wie es der Zufall will hab ich für die entsprechende Zeit sogar Tickets, um nach Hamburg zu fahren – hatte schon überlegt die verfallen zu lassen. So werd ich sie aber vermutlich nutzen und da mal aufschlagen (in unmittelbarer Nähe gibt es ja leider keine Möglichkeiten).

Ein echter Zufall. Soll vorkommen ^^

Ansonsten ist mal wieder nichts los. Hab gestern mal wieder mitbekommen, wie scheisse Menschen sind. Die zieh’n ein immer so runter… ganz schlimm…

Immerhin wird das Studium langsam wirklich lustig. Wir machen richtig interessante Themen in linearer Algebra, so langsam aber sicher.

so long

ich

PS: Knorkator!

Gott ist ein Arschloch

Posted in Privat on May 11th, 2009 by Merovius

Einmal im Leben will man mal wie ein normaler Mensch mit Leuten an der frischen Luft im Park sitzen (gut, ich hatte meinen Laptop dabei, aber hey… Baby steps…) und was kommt? Ein verdammtes Sommergewitter.

So ein Penner…

(Disclaimer: xD)

 

PS: Knorkator!